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„Voller Hoffnung ins neue Jahr gehen“

Bischof Dr. Franz Jung stellt 2019 unter Wort aus dem zweiten Timotheusbrief – „Pastoral der Zukunft“, Konsolidierung der Bistumsfinanzen und Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im neuen Jahr auf der Agenda

Würzburg (POW) „Wenn wir uns am Wort aus dem Timotheusbrief orientieren, dann können wir voller Hoffnung in das neue Jahr gehen: mutig, liebevoll und gesammelt.“ Das hat Bischof Dr. Franz Jung am Silvesterabend, 31. Dezember, beim Pontifikalamt zum Jahresschluss im Würzburger Kiliansdom betont. Er stellte das Jahr 2019 für das Bistum Würzburg unter den Satz „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und Besonnenheit“ aus dem zweiten Timotheusbrief. Für das kommende Jahr kündigte der Bischof an, das Projekt „Pastoral der Zukunft“ fortzusetzen. Zudem gelte es, die Finanzen der Diözese durch Sparen in den Griff zu bekommen und den sexuellen Missbrauch durch Geistliche weiter aufzuarbeiten.

Oft lähme die Angst vor Veränderung und die Größe der Probleme, die man kommen zu sehen meine, die Menschen, sagte der Bischof in seiner Predigt. Als „Techniken der Verzagtheit“ kritisierte er das Aussitzen von Schwierigkeiten sowie das Schönreden von Misserfolgen. Maria sei für ihn ein Vorbild, wenn es darum gehe, Herausforderungen mutig anzunehmen, sagte Bischof Jung. „Sie freut sich darüber, dass Gott ihr zutraut, seinen Sohn zur Welt zu bringen – auch wenn sie noch nicht weiß, wie das geht und ihr weiterer Lebensweg aussehen wird.“ Sie vertraue stattdessen darauf, dass Gott, bei dem nichts unmöglich ist, auch Wege finden werde, auch wenn diese seine und nicht die Wege der Menschen seien. „Marias Kraft kommt aus dem Vertrauen auf Gott, nicht aus dem Blick auf ihr Können und ihre Mittel.“

Im Rückblick auf das vergangene und im Ausblick auf das kommende Jahr lud der Bischof die Gläubigen ein, darauf zu schauen, was viel Kraft gekostet hat und kosten wird. „Will ich alles immer selber machen? Oder glaube ich, dass Gott, der mich ruft, mir auch die notwendigen Mittel geben wird? Vertraue ich seinen neuen Wegen?"

Die Gottesmutter sei auch ein Beispiel dafür, dass dort Großes möglich werde, wo Kraft und Liebe zusammenkämen. „Was mir lieb ist, dafür bin ich bereit, viel zu investieren.“ Die Zuhörer im Dom forderte der Bischof auf, darüber nachzudenken, warum sie bestimmte Dinge tun. „Tue ich es, weil ich es muss? Zum Broterwerb? Wegen des Sozialprestiges? Oder aus Begeisterung und Liebe?"

Der heilige Bernhard habe vier Typen von Glaubensmotivation gekannt und wie folgt charakterisiert: Manche seien von Angst geprägt und handelten wie ein Sklave allein aus Furcht vor Gott. Andere seien wie Lohnarbeiter, die sich anstrengten, um sich den Himmel zu verdienen. Wiederum andere machten auf Liebkind und hofften so auf das Erbe. Die einzig reife Form der Gottesbeziehung sei die der Braut: Diese wolle nichts für sich, sondern nur Gott. „Liebe ist ihr eigener Lohn“, betonte der Bischof. „Was motiviert mich, wo habe ich viel Liebe reingelegt? Und wo will ich etwas für mich, wo etwas für Gott?“, gab der Bischof als Anregung.

Auch für die notwendige Besonnenheit bezeichnete Bischof Jung Maria als Vorbild. „Sie aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach“, schreibt der Evangelist. Es sei eine große Kunst, nicht an der Oberfläche zu bleiben, sondern Dinge ans Herz heranzulassen, betonte der Bischof. So gelinge es, das Leben mit dem Guten und Schönen, aber auch dem Bitteren und Schweren ganz wahrzunehmen, auszukosten und dankbar zu sein für das Leben in Fülle. „Die Kunst ist, nicht darin hängenzubleiben: weder im Guten, das man festhalten will, noch im Bösen, das man gerne loshätte. Vielmehr gilt es, in allem Gottes weise Führung zu sehen, der uns ins Weite führen will.“ Weihnachten stehe auch für die tiefe Sehnsucht im Herzen der Menschen nach der Fülle des Lebens in Jesus Christus. „Im Auskosten von Leiden und Freuden werden wir mit ihm immer wieder neu geboren als Kinder Gottes.“

mh (POW)

(42 Zeilen/0119/0033; E-Mail voraus)

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