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Kiliani-Wallfahrt als Zeit der Gnade

Über 16.000 Menschen kommen zur Kiliani-Wallfahrtswoche 2011 – Abschluss mit internationalem Familienfest – Bischof Dr. Friedhelm Hofmann lädt zur Familienwallfahrt 2012 nach Lourdes ein – Größter Andrang bei Tagen der Ehejubilare – Dank an Politiker und Ehrenamtliche für Einsatz vor Ort

Würzburg (POW) Mit einem internationalen Familienfest und der Ankündigung der großen Familienwallfahrt der Diözese Würzburg mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann vom 28. Mai bis 4. Juni 2012 nach Lourdes ist die Kiliani-Wallfahrtswoche 2011 am Sonntag, 10. Juli, in Würzburg zu Ende gegangen. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass Familien, vor allem auch kinderreiche Familien, an dieser Wallfahrt teilnehmen. Um allen Familien die Teilnahme zu ermöglichen, bezuschusst die Diözese den Familienpreis erheblich“, betonte Bischof Hofmann. Insgesamt kamen über 16.000 Menschen zwischen 2. und 10. Juli zu den Gottesdiensten in den Kiliansdom, wo die Häupter der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zur Verehrung aufgestellt waren. 20 Pontifikalgottesdienste fanden statt, denen sich meist Gespräche und Begegnungen mit den Wallfahrern und den einzelnen Interessensgruppen anschlossen. Die Wallfahrtswoche stand ganz im Zeichen des Mottos „Jetzt ist die Zeit der Gnade!“

In den Predigten griffen Bischof Hofmann, Weihbischof Ulrich Boom, Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele und Weihbischof em. Helmut Bauer das Wallfahrtsmotto aus dem Zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther immer wieder auf. Bischof Hofmann deutete es als Aufforderung, sich gemeinsam des eigenen Glaubens zu vergewissern und die Glaubensfreude wieder zu entdecken. Die Frankenapostel Kiliani, Kolonat und Totnan hätten die Grundlage für eine zutiefst von christlicher Frömmigkeit geprägte Kulturlandschaft gelegt. „Jede Zeit ist eine Zeit der Gnade, weil Gott mit uns geht und all das, was wir nicht vermögen, zur Vollendung führt“, sagte Weihbischof Boom. Bischof Hofmann ging außerdem auf den Glaubensverlust in heutiger Zeit ein, erläuterte den Gesprächsprozess der Deutschen Bischofskonferenz und bedauerte zutiefst das Votum des Deutschen Bundestags für eine begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID).

Mit der Reliquienprozession von der Klosterkirche Don Bosco am Schottenanger über die Alte Mainbrücke zum Dom begann die Festwoche, mit einer Jugendwallfahrt und dem internationalen Familienfest endete sie. „Bei Gott wird unser Leben so glücklich, wie wir es uns alle nur wünschen können. Dieses Glück wollten die Frankenapostel zu uns bringen“, betonte Bischof Hofmann beim Familiengottesdienst am Sonntag, 10. Juli, im Kiliansdom vor rund 1000 Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Gläubigen aus aller Welt. Die Kinder und Jugendlichen erinnerte er daran, dass sie mit der Taufe beschenkt und durch die Taufe Kinder Gottes geworden seien. Danach besprengte er die Familien mit Weihwasser in Erinnerung an die eigene Taufe. Ein buntes Familienfest rundete den letzten Kiliani-Tag ab.

Die meisten Pilger lockten 2011 die Tage der Ehejubilare, die auf drei Gottesdienste verteilt waren. Insgesamt kamen rund 4000 Frauen und Männer in den Dom, um ihr silbernes, goldenes, diamantenes und sogar eisernes Ehejubiläum mit Bischof Hofmann und Weihbischof Boom zu feiern und sich segnen zu lassen. „Ihr Zeugnis eines gelingenden Ehelebens ist für die Jugend von heute unheimlich wichtig. Ermutigen Sie junge Leute zu einer Lebensentscheidung und zur Ehe“, legte der Bischof den Eheleuten ans Herz. Je mehr die Ehe in der Gesellschaft angefragt werde und allzu oft scheitere, umso mehr seien die Ehepaare gefragt, die eine glückliche Liebes- und Lebensbeziehung vorlebten. „Sie zeigen deutlich, dass die Ehe kein Auslaufmodell, sondern im Gegenteil Grundlage eines prosperierenden Gemeinwohls ist. Ehe hat Zukunft“, rief der Bischof den Ehejubilaren zu.

Wie immer volles Haus war angesagt beim Tag der Politiker und Ratsmitglieder sowie beim Tag der Ehrenamtlichen, die sich in der Caritas in den Pfarreiengemeinschaften der Diözese Würzburg engagieren. Den Politikern und Laienräten sowie allen Ehrenamtlichen dankte der Bischof, dass sie sich vor Ort für die Kirche und die Menschen einsetzten. Ein Klangerlebnis der besonderen Art war der diesjährige Tag der Kirchenchöre und Blaskapellen. Rund 800 Sängerinnen und Sänger sowie Bläserinnen und Bläser boten unter Leitung von Diözesanmusikdirektor Gregor Frede und Bläserreferent Karl-Heinz Sauer geistliche Musik vom Feinsten. Zur Tradition der Festwoche gehörte die Verleihung der kirchlichen Lehrbefugnis „Missio canonica“. Bischof Hofmann beauftragte 64 Religionslehrerinnen und -lehrer. Die jüngsten Wallfahrer, rund 500 Kindergartenkinder aus Stadt und Landkreis Aschaffenburg, begrüßte Bischof Hofmann am Domportal zum Tag der Kindergärten. Erstmals waren die Abiturienten des Jahres zur Kiliani-Wallfahrt geladen, doch fand nach Prüfungen und Abiturfeiern nur eine geringe Schar den Weg zu den Frankenaposteln.

Zu den Quellen ihres Glaubens kehrten traditionell die Missionsleute aus der Diözese in der Kiliani-Woche zurück. Die rund 400 Ordens- und Missionsleute bezeichnete der Bischof als wichtige „Glaubensbiotope in einer säkularen Zeit“. Trachten und Fahnenabordnungen prägten das Bild beim Tag der Aussiedler und Vertriebenen. Gut besucht waren die drei Wallfahrtsgottesdienste für die 21 Dekanate. Mit Schiffen kamen junge Pilger aus dem Landkreis Main-Spessart sowie aus dem Dekanat Ochsenfurt. In bewährter Weise betreuten auch dieses Jahr wieder die Frauen und Männer vom Malteser-Hilfsdienst die Kiliani-Pilger. „Die Wallfahrer scheinen sich auf die Hitze und das teilweise schwüle Wetter eingestellt zu haben“, zog Beate Gerhard, Malteser-Einsatzleiterin für die Gottesdienste der Kilianioktav, Bilanz. 17 Hilfeleistungen gab es – vor allem wegen Kreislaufproblemen. Die Malteser waren während der gesamten Kiliani-Wallfahrtswoche in jedem der Gottesdienste mit Sanitätern präsent. Insgesamt waren 16 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich im Einsatz. Besonderes Engagement war auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sankt Burkardus-Hauses gefordert, die die Pilger nach den Gottesdiensten im Innenhof des Domkreuzgangs bewirteten. Die Kollekte der Gottesdienste ist für ein soziales Projekt im Partnerbistum Mbinga in Tansania bestimmt.

Zum Abschluss richtete die Kiliani-Woche den Blick auf die große Familienwallfahrt 2012 der Diözese Würzburg nach Lourdes. „Mit den Worten ,Kommt und seht!‘ möchte ich Euch zu unserer Pilgerfahrt der Generationen nach Lourdes einladen. Ich hoffe, dass wieder viele Kranke und Gesunde diese Einladung zur Pilgerfahrt annehmen“, schreibt Bischof Hofmann in der Einladung. Familien könnten in der großen Gemeinschaft ein geistliches Abenteuer erleben. Rund 1000 Plätze gibt es. Die Pilgerreise dürfte – wie schon am Familiensonntag zu hören war – dennoch schnell ausgebucht sein.

Die Familienwallfahrt nach Lourdes wird im Auftrag der Diözese Würzburg organisiert von Familienbund der Katholiken und Referat Ehe und Familienseelsorge, Kürschnerhof 2, 97070 Würzburg, Telefon 0931/38665221, E-Mail lourdes.fdk@bistum-wuerzburg.de, Internet www.lourdes.bistum-wuerzburg.de.

(2811/0747; E-Mail voraus)

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