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Kiliani-Wallfahrtswoche 2019

Viele Helfer für ein besonderes Fest

Kiliani-Tag der Kranken und Behinderten fordert Großeinsatz der Malteser – Rund 50 Transportfahrzeuge aus allen Regionen der Diözese unterwegs nach Würzburg – Bischof Dr. Franz Jung: „Entdecke die Potentiale in Dir!“

Würzburg (POW) Es ist der etwas andere Gottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung in der Kiliani-Wallfahrtswoche: Die Bänke im Querhaus des Kiliansdoms sind entfernt, um Platz für Rollstuhlfahrer zu bieten. Pastoralreferentin Claudia Walter übersetzt vor dem Altar das Geschehen für Gehörlose und Hörgeschädigte. Die Harfengruppe „Saitenklang“ des Eisinger Sankt Josefs-Stifts spielt auf der Altarinsel. Ein blinder Mann trägt die Lesung vor, deren Text er in Brailleschrift vor sich liegen hat. Das Evangelium ist in einfacher Sprache. Helferinnen und Helfer von den Maltesern stehen an allen Ecken des Doms. Und am Ende bleiben die rund 650 Personen am Samstag, 13. Juli, noch in der Kathedrale, um dort eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken.

Nach der Messe geht der Bischof durch die Reihen der Kranken und Behinderten, um ihnen ein ermutigendes Wort zuzusprechen, ihnen einen schönen Tag zu wünschen oder auf Wunsch auch für ein Erinnerungs-Selfie mit ihm zu posieren. „Vielen Dank für Ihre Predigt. Das hat gutgetan“, sagt ein Mann zu Bischof Jung. Der geht nach der Messe auch auf die vielen Helfer zu und dankt ihnen, dass sie mit ihrem Einsatz den besonderen Gottesdienst und die Begegnung im Dom überhaupt erst ermöglichen.

Bereits seit den Morgenstunden sind die Frauen und Männer der Malteser und des Caritasverbands am Wallfahrtstag der Kranken und Behinderten auf den Beinen. Nach Angaben von Einsatzleiter Klaus-Dieter Bopp von den Maltesern gilt es, etwa 400 Kranke und Behinderte aus allen Regionen der Diözese nach Würzburg zu bringen – unter anderem aus Mellrichstadt, Knetzgau, Bieberehren, Miltenberg oder Kleinostheim. Etwa 70 von diesen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. Insgesamt rund 50 Fahrzeuge, zum Teil mit Unterstützung durch die Johanniter, sind als Transportwagen für Behinderte im Einsatz. Insgesamt rund 120 Malteser und Caritasleute sind im Einsatz, damit der Bischof pünktlich um 10.30 Uhr die Kranken und Behinderten im Dom begrüßen kann. „Wir tun dies aus alter Tradition und aus voller Überzeugung“, erklärt der Malteser-Stadtbeauftragte Joachim Gold. Viele der kranken und behinderten Menschen seien auch schon bei der Lourdeswallfahrt der Malteser dabei gewesen.

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Bischof Jung ermutigt in seiner Predigt, wie die Jünger im Sturm auf dem See Trost und Stärkung bei Jesus zu suchen. „Durch Alter, Krankheit oder eine Behinderung erfahren Sie, was es heißt, Gegenwind im Leben zu haben. Gerade in diesen Situationen schenkt uns Gott seinen Geist.“ Die „vielleicht schwerste Übung überhaupt im Leben“ sei es zuzulassen, dass man nicht mehr so könne wie früher oder das eigene Kind nicht so sei wie andere. Viele empfänden in der Folge Schuldgefühle oder fragten sich, warum Gott ihnen diese Last aufbürde. „Oft überkommt einen dann die Angst, mit dem Alter, der Behinderung oder der Krankheit anderen zur Last zu fallen. Ja, es ist schwer, die Hilfe anderer in Demut anzunehmen“, sagt Bischof Jung.

Jesus komme „mitten in tiefster Nacht“ den Jüngern entgegen und fordere gar den Petrus auf, ihm auf dem Wasser entgegenzukommen. „Er ruft uns zu: Hör auf mit dem negativen Denken und der Konzentration auf Defizite. Erkenne, dass Du anders bist, entdecke die Potentiale in Dir und lerne, mit den Einschränkungen gut umzugehen!“, erklärt der Bischof den Menschen im Dom. Und er dankt allen, die sich diesem Anliegen besonders verschrieben haben: den Angehörigen und Verwandten der Kranken und Behinderten, die sich mit großer Ausdauer und Liebe um diese Menschen kümmern, aber auch Einrichtungen und Institutionen wie den Maltesern, der Caritas, dem Sankt Josefs-Stift oder dem Dominikus-Ringeisen-Werk.

Die Messfeier gestalten Menschen mit Behinderung als Altardienst mit, andere bringen Körner und Brot, Trauben und Wein bei der Gabenbereitung zum Altar. Die Eisinger Veeh-Harfengruppe spielt einige Weisen. Die weitere musikalische Gestaltung liegt bei Domorganist Professor Stefan Schmidt und der Frauenschola aus Würzburg-Sankt Adalbero. In Gebärdensprache begleitet der Gebärdenchor der Katholischen Gehörlosengemeinschaft der Diözese Würzburg die Gesänge.

Nach dem Gottesdienst schließt sich die Versorgung der Kranken und Behinderten im Dom an: die freiwilligen Helfer verteilen heiße Würstchen und Brötchen, Gebäckteile, Kaffee und Tee sowie Kaltgetränke. Dazu spielt die Blaskapelle Gropp festliche Melodien. Ein besonderes Fest findet seinen Ausklang. Dann bringen die vielen Helfer die Kranken und Behinderten am Samstagnachmittag wieder zurück in die Wohnorte.

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(2919/0781; E-Mail voraus)

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