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Die Hoffnung weitergeben

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert Kar- und Ostertage im Kiliansdom – Benediktinerabt Michael Reepen spricht beim Oasentag für Priester und Diakone – Erwachsenentaufe in der Osternacht

Würzburg (POW) Für die Christen ist die Heilige Woche von Palmsonntag bis zum Osterfest der Höhepunkt des Kirchenjahrs. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann lädt alle Gläubigen im Bistum Würzburg ein, diese Tage besonders intensiv zu begehen. „Wir stehen in einer Herausforderung. Als Christen dürfen wir nicht zurückstehen. Wir müssen uns einbringen und wir müssen auch unsere Hoffnung, die wir durch dieses Osterfest erhalten, weitergeben“, sagt Bischof Hofmann mit Blick auf die Kar- und Ostertage. Auch in diesem Jahr wäscht Bischof Hofmann am Gründonnerstag Vertretern des Diözesanrats, der Dompfarrei, Flüchtlingen und Helfern die Füße, darunter auch Frauen. Ein festliches musikalisches Programm bietet die Dommusik bei den Gottesdiensten der Kar- und Ostertage im Kiliansdom.

Palmsonntag

Die Karwoche in der Bischofsstadt Würzburg beginnt mit der feierlichen Prozession am Palmsonntag, 9. April. Nach der Palmweihe um 9.30 Uhr in der Marienkapelle zieht Bischof Hofmann mit den Mitgliedern des Domkapitels und den Gläubigen zum Kiliansdom. Dort zelebriert er um 10 Uhr das Pontifikalamt. Vorgetragen wird in diesem Jahr das Leiden Jesu, wie es der Evangelist Matthäus berichtet. Die Domsingknaben unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid gestalten die Feier mit der „Missa fidem cantemus“ von Christian M. Heiß, „Hosianna dem Sohne Davids“ von Bartholomäus Gesius sowie „Ruhm und Preis und Ehre sei Gott“ von Rolf Rudin. Die Liturgie des Tages erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Zum Zeichen seines Königtums streute ihm das Volk Palmzweige und jubelte. Mit gesegneten Palmkätzchenzweigen ziehen heute die Gläubigen zum Gotteshaus. Die Kollekte am Palmsonntag ist für die Unterstützung der Christen im Heiligen Land bestimmt. Der Leitgedanke der Palmsonntagskollekte lautet „Es würde etwas fehlen … Gemeinsam den Christen im Heiligen Land eine Zukunft geben“. Bischof Hofmann bittet in seinem Aufruf um eine großherzige Spende und um die Solidarität mit den Christen im Heiligen Land. Die Stadt Nazareth und die ganze Region würden seit Jahrzehnten vom politischen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern geprägt. Dennoch lebten die Christen im Heiligen Land bis heute in beeindruckender Weise in der Nachfolge Jesu. „Unter schwierigen Bedingungen geben sie Zeugnis vom Evangelium. Im Zusammenleben mit Juden, Drusen und Muslimen stehen sie für das Gute ein, das mit Jesus in die Welt gekommen und bis heute lebendig ist.“

Treffen zum Weltjugendtag in der Jugendkirche

Am Palmsonntagnachmittag, 9. April, feiert Bischof Hofmann mit Jugendlichen ab 15 Jahren in der Jugendkirche in Würzburg das diözesane Treffen zum Weltjugendtag. Der nächste Weltjugendtag findet 2019 in Panama statt. Veranstalter des Treffens in Würzburg ist die Kirchliche Jugendarbeit. Das Motto lautet: „Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.“ Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr. Um 15 Uhr gibt es eine Katechese mit Bischof Hofmann, um 17.30 Uhr feiert er mit den Jugendlichen einen Gottesdienst. Zum Abschluss gibt es bei einem Abendessen die Möglichkeit zur Begegnung.

Oasentag für Priester und Diakone mit Abt Michael Reepen und Chrisammesse

Benediktinerabt Michael Reepen von der Abtei Münsterschwarzach spricht beim Oasentag für Priester, Diakone und Priesteramtskandidaten am Montag der Karwoche, 10. April, über das Thema „In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Das Leben als Liturgie – die Liturgie als Leben“. Bei seinem Vortrag lässt er sich von dem Zitat aus der Apostelgeschichte leiten. Bischof Hofmann schreibt in seiner Einladung zum Oasentag: „Dieser Tag soll uns wieder in den vielfältigen Belastungen und Herausforderungen einen Freiraum ermöglichen und Zeit geben zum Atemholen, zum Beten, zur gegenseitigen mitbrüderlichen Ermutigung. Bei all den vielen Aufgaben, die es zu bewältigen gibt, gerät allzu leicht aus dem Blick, wovon wir persönlich und unsere Dienste leben. Darauf wollen wir uns besinnen und uns neu stärken lassen.“ Der geistliche Tag der Begegnung beginnt um 14 Uhr mit dem Vortrag von Abt Reepen in der Würzburger Seminarkirche Sankt Michael. Daran schließt sich eine eucharistische Andacht mit stiller Anbetung an. Ab 15.30 Uhr besteht Beichtgelegenheit im Kiliansdom, in der Franziskanerkirche und in Sankt Michael.

Um 17.30 Uhr feiert Bischof Hofmann im Kiliansdom zusammen mit Generalvikar Thomas Keßler und zehn Dekanen die „Missa chrismatis“, die Weihe der heiligen Öle. Zwölf Diakone bringen dabei die Öle zur Weihe. Vertreter der Dekanate erhalten anschließend im südlichen Querhaus die Öle, die in den Kartagen in den Gemeinden der Diözese gebraucht werden. Zur Chrisammesse im Dom sind alle Gläubigen eingeladen. Eine Choralschola singt das Choralproprium „Missa XVII Adventus et Quadragesima“.

In der „Missa chrismatis“ weiht Bischof Hofmann die drei heiligen Öle. Grundstoff ist Olivenöl, das mit wohlriechenden Duftstoffen versehen wird. Mit dem Chrisamöl werden Neugetaufte und Firmlinge gesalbt, ebenso wird es bei der Priester- sowie der Altarweihe verwendet. Mit dem Katechumenenöl werden die Taufbewerber, mit dem Öl für die Krankensalbung Kranke und Sterbende gesalbt. Die Salbung ist ein symbolischer Hinweis auf die Kraft und Gnade, die der Gesalbte empfängt. Im Alten Testament gilt sie als Zeichen der Anerkennung durch Gott und Auszeichnung vor den Menschen. Im Neuen Testament wird die Salbung mit Öl zur Gesundung der Kranken beschrieben.

Gründonnerstag mit Fußwaschung

Mit der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, 13. April, beginnen die „drei österlichen Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn“. Bischof Hofmann feiert um 19.30 Uhr zusammen mit Weibischof Ulrich Boom sowie Mitgliedern des Domkapitels das Pontifikalamt mit Fußwaschung im Kiliansdom. Der Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid singt Werke von Franz Schubert, Maurice Duruflé und André Gouzes. In Erinnerung an die Fußwaschung im Abendmahlssaal wäscht Bischof Hofmann Vertretern des Diözesanrats, der Dompfarrei, Flüchtlingen und Helfern – sowohl Männern wie auch Frauen – die Füße. Bis 24 Uhr ist die Anbetung des Allerheiligsten in der Schönbornkapelle möglich. Bereits am Morgen des Gründonnerstags wird um 8 Uhr im Dom eine Trauermette gefeiert.

Am Gründonnerstag erinnern sich die Christen an das Passahmahl Jesu mit seinen Jüngern. In der Nacht vor seinem Tod feierte Jesus mit seinen engsten Vertrauten dieses Abschiedsmahl. Die Fußwaschung, die Jesus an seinen Jüngern vollzog, die Einsetzung des Abendmahls, das Gebet Jesu am Ölberg und schließlich die Auslieferung Jesu an seine Verfolger sind Hauptmotive der Feier am Gründonnerstagabend. In der katholischen Kirche wird am Ende der Messe das Allerheiligste an einen anderen Ort getragen und der Altar leer geräumt. Der Tabernakel bleibt offen und leer, der Altar schmucklos. Orgel, Altarschellen und Kirchenglocken schweigen nach dem Gloriagesang, bis sie in der Osternacht wieder erklingen.

Karfreitag

Am Vormittag des Karfreitags, 14. April, findet im Dom um 8 Uhr eine Trauermette statt. Im Neumünster gestaltet die Kreuzbruderschaft Würzburg um 9.30 Uhr die Kreuzwegandacht mit. Zur traditionellen Karfreitagsprozession werden in Lohr am Main um 10.30 Uhr wieder tausende Menschen erwartet. Die Karfreitagsliturgie vom Leiden und Sterben Christi feiert Bischof Hofmann am Karfreitag im Kiliansdom zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr. Die Karfreitagsliturgie sieht neben Lesungen, der Leidensgeschichte und den Großen Fürbitten eine Kreuzverehrung und eine Kommunionfeier vor. Die Domsingknaben unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid präsentieren die „Johannespassion, op. 18“ von Alois M. Müller, „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Heinrich Schütz, „Eli, Eli!“ von Georgius Bardos, „Popule meus” von Tomás Luis de Victoria sowie einen gregorianischen Choral. Am Karfreitag wird des Kreuzestodes Jesu gedacht. Er ist gebotener Fasten- und Abstinenztag sowie „stiller Tag“. An diesem Tag wie auch am Karsamstag findet keine Eucharistiefeier statt.

Ostern

Die Osternacht ist der Höhepunkt der Feier der drei österlichen Tage und des gesamten Kirchenjahrs. Bischof Hofmann feiert sie am Samstag, 15. April, um 22 Uhr im Kiliansdom. Den musikalischen Rahmen gestaltet der Konzertchor der Mädchenkantorei unter der Leitung von Domkantor Alexander Rüth mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Liszt. Nach der Feuerweihe und dem Entzünden der Osterkerze am Feuer ziehen Bischof Hofmann und die Mitglieder des Domkapitels mit der brennenden Osterkerze in den dunklen Dom. Die Kerzen der Gottesdienstteilnehmer werden dann an der Osterkerze entzündet. Danach singt der Diakon das sogenannte Exsultet, das Lob auf die Osterkerze. Bei den Lesungen wird an die Heilstaten Gottes seit Erschaffung der Welt erinnert. Im Zentrum der alttestamentlichen Texte steht der Durchzug durch das Rote Meer. Beim Gloria erklingen wieder die Glocken, und Orgelmusik setzt ein. Die neutestamentliche Lesung aus dem Römerbrief weist auf das neue Leben der Getauften durch die Auferstehung Jesu hin. Im Evangelium mit Halleluja-Ruf wird die Botschaft vom leeren Grab verkündet – in diesem Jahr, wie sie der Evangelist Matthäus berichtet. Tauf- und Eucharistiefeier sind weitere Teile dieser Nachtfeier, der „Mutter aller Vigilien“. In diesem Jahr tauft Bischof Hofmann zwei Erwachsene. Das Bayerische Fernsehen überträgt den Gottesdienst live.

Mit der „Missa brevis in C-Dur KV 258" (Piccolomini-Messe) von Wolfgang Amadeus Mozart und dem „Hallelujah“ von Georg Friedrich Händel begleitet unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid der Domchor das Pontifikalamt mit Bischof Hofmann am Ostersonntag, 16. April, um 10 Uhr im Dom. Zur Pontifikalvesper mit Bischof Hofmann um 17 Uhr singt die Schola Cantorum. Beim Gottesdienst am Ostermontag, 17. April, um 10 Uhr präsentiert die Frauenschola „Vox anima“ die Choralmesse „Lux et origo“.

An Ostern feiern die Christen das Hochfest der Auferstehung Jesu Christi. Es ist das höchste Fest der Christenheit. Seine Wurzeln liegen im jüdischen Passah-(Pessach-)Fest. Ostern wird am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. In der frühchristlichen Zeit war die Osternacht die große Taufnacht der Kirche. In der katholischen Kirche segnet der Priester in der Osternacht das Taufwasser für das Jahr. Die Gläubigen nehmen das Wasser mit nach Hause, es soll sie und ihre Häuser vor Unheil schützen. Weiter werden vielerorts Speisen wie Ostergebäcke, Schinken und Eier gesegnet. Mit dem Osterfest beginnt die 50-tägige Osterzeit, die am Pfingstfest endet.

(1417/0387; E-Mail voraus)

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